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Thought #62: Die Brücke zwischen akademischen Think-Tanks und Alltagssorgen

Veröffentlicht am
September 20, 2026

Die große Frage ist doch: Wie schaffen wir es, eine kritische Masse in der Bevölkerung für die Gemeinwohl-Ökonomie zu begeistern? Wie bauen wir wieder ein positives Narrativ auf und zeigen: Die Lösungen liegen längst auf dem Tisch! Wir müssen den Kopf nicht in den Sand stecken, keine extremen Parteien wählen, niemanden bekämpfen und auch nicht den Gürtel enger schnallen oder noch mehr schuften.  

Die Herausforderung besteht darin, dass die Menschen in ihrer Familie, am Arbeitsplatz oder unter Freunden darüber reden. Bisher hört man in den täglichen Gesprächen nämlich immer nur die gleichen Nöte: „Urlaub können wir uns nicht mehr leisten.“ „Ich brauche ein Zahnimplantat für 5.000 Euro und die Krankenkasse zahlt null.“ „Ich wurde mit 45 gekündigt und habe auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr.“ Oder die alleinerziehende Mutter auf Grundsicherung, die aus ihrer Wohnung gekündigt wird, weil das Jobcenter die Kosten nicht mehr übernimmt.  

In all diesen Alltagssorgen hört man nie konkrete Lösungen. Dabei sind sie da. Genau da sehe ich die Aufgabe vom UNO.TEAM: Wir müssen die Brücke bauen zwischen den Vordenkerinnen, den Vereinen und Initiativen wie der Gemeinwohl-Ökonomie – und den normalen Menschen, die diese Ideen am Ende leben müssen. Dieser Übergang zur Soziokratie muss friedlich und organisch passieren, nicht als blutige Umwälzung.