
Was mich sehr geprägt hat, ist eine Aussage von Maja Göpel zum Thema kritische Infrastruktur. Es wird ja überall dieses Narrativ verbreitet, dass wir unsere kritische Infrastruktur schützen müssen, weil unsere Wirtschaft sonst leidet.
Aber die Wirtschaft kann nicht leiden, weil sie kein Organismus, kein Lebewesen ist und deswegen gar keine Gefühle hat.
Zweitens gibt es „unsere Wirtschaft“ so pauschal schon mal gar nicht. Es gibt große Konzerne. Es gibt vielleicht den Mittelstand, aber ein wachsender Teil der Bevölkerung hat überhaupt keinen Zugriff und keinen Zugang auf Vermögen. Und damit haben sie auch keinen Zugang zu den natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Deswegen brauchen wir ein völlig neues Wirtschaftssystem: die Gemeinwohl-Ökonomie.
Und Maja Göpel sagt – entgegen diesem weit verbreiteten Narrativ der kritischen Infrastruktur –, dass die wirklich kritischste und wertvollste Infrastruktur unsere Ökosysteme sind. Aber genau die blenden wir völlig aus, ignorieren sie und zerstören sie systematisch.
