Ausbeutung
Kapitalismus

Thought #196: Die Schattenseite der Gig-Economy im Sozialsektor

Veröffentlicht am
September 26, 2026

Viele Menschen über 50 geraten nach dem Verlust ihrer Festanstellung in eine strukturelle Teilhabekrise, da der erste Arbeitsmarkt ihnen kaum noch Zugänge bietet. Verhängnisvoll ist, dass inzwischen auch soziale Initiativen und gemeinnützige Träger auf Mechanismen der Gig-Economy setzen. Honorarkräfte erhalten ohne Verlässlichkeit, Mitsprache oder Planbarkeit lediglich unregelmäßige Einzelaufträge – eine Praxis, die kommerziellen Bietebörsen wie Upwork oder Fiverr ähnelt. Diese systemisch erzeugte Prekarität entzieht Betroffenen die ökonomische Sicherheit und schürt gesellschaftliche Frustration, die von rechtsextremen Kräften ausgenutzt wird. Eine echte Transformation muss deshalb gerade im sozialen Sektor verlässliche, würdevolle und mitbestimmte Strukturen etablieren.