
Wenn ich auf meine familiären Prägungen blicke, steht ein dramatisches Erlebnis meines Vaters im Zentrum. Er wurde in Chemnitz geboren und musste als Kind miterleben, wie die Stadt im Weltkrieg bombardiert wurde. Er sah mit eigenen Augen, wie Menschen an Phosphorbomben entzündeten und am lebendigen Leib verbrannten – Phosphor ließ sich nicht löschen. Dieses Trauma hat ihn zeitlebens verfolgt. Er hat mir den Satz eingebrannt: „Passt auf, dass der Faschismus nicht zurückkommt.“ Mein Drang, das UNO.TEAM aufzubauen, beruht nicht auf akademischen Theorien, sondern auf diesem tiefen Schutzreflex. Ich suche nach Lebensformen und Strukturen, die echte Resilienz gegen autoritäre, Zerstörung bringende Systeme entwickeln.
