Das Geschäft mit der Hoffnung: Wie das System unsere Steuergelder verbrennt

Veröffentlicht am
October 2, 2026
von
Torsten Därr

Bildungsträger werben heute aggressiv im Netz. Sie versprechen den schnellen Aufstieg: Von reinen Quereinsteigenden ohne Vorkenntnisse direkt zur oder zum gefragten „Machine Learning Engineer (m/w/d)“. Das Ganze kostet die Teilnehmenden nichts, denn der Staat zahlt alles über den Bildungsgutschein. Und wir alle schauen zu. Wir lassen zu, wie dieses System täglich sinnlos Geld verbrennt.  

Wer Spezialist:in in einer Hochtechnologie werden will, investiert Jahre. Fachkräfte durchdringen die Mathematik, verstehen Statistik und schreiben jahrelang Code. Ein Kurs mit 850 Unterrichtseinheiten kratzt lediglich an der Oberfläche. Er erschafft keine fertigen Ingenieur:innen, die direkt in der Wirtschaft durchstarten.  

Die Arbeitsuchenden zahlen den Preis. Sie opfern Zeit, schöpfen Hoffnung und schreiben Dutzende Bewerbungen. Die Firmen winken ab, weil die nötige Tiefe fehlt. Die Bildungsträger hingegen gewinnen immer: Sie füllen ihre Kurse mit Modewörtern wie „KI-Modellen“ und kassieren verlässlich das Geld vom Amt.  

Doch die wahre Verantwortung liegt nicht bei den Sachbearbeiter:innen im Jobcenter. Sie liegt ganz oben. Sie liegt in den Ministerien. Dort sitzen die Entscheider:innen, die diese Milliardenverschwendung seit Jahren absegnen. Eine ganze Zertifizierungsmafia und eine gierige Bildungsindustrie leben prächtig von diesen staatlichen Fördertöpfen. Genau hier liegen die Milliarden, die der Staat streichen und einsparen muss.

Stattdessen wählt die Politik den einfachen Weg. Sie diskutiert darüber, bei den Schwächsten im Land zu sparen. Sie will bei den Grundsicherungsempfänger:innen kürzen, die Renten antasten und Sozialleistungen zusammenstreichen. Das ist zutiefst ungerecht. Wer den Staatshaushalt sanieren will, muss den Geldhahn für diese industriell organisierte Maßnahme-Verschwendung zudrehen. Wir müssen oben ansetzen und nicht unten.

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Das Geschäft mit der Hoffnung: Wie das System unsere Steuergelder verbrennt

Veröffentlicht am
October 2, 2026
von
Torsten Därr

Bildungsträger werben heute aggressiv im Netz. Sie versprechen den schnellen Aufstieg: Von reinen Quereinsteigenden ohne Vorkenntnisse direkt zur oder zum gefragten „Machine Learning Engineer (m/w/d)“. Das Ganze kostet die Teilnehmenden nichts, denn der Staat zahlt alles über den Bildungsgutschein. Und wir alle schauen zu. Wir lassen zu, wie dieses System täglich sinnlos Geld verbrennt.  

Wer Spezialist:in in einer Hochtechnologie werden will, investiert Jahre. Fachkräfte durchdringen die Mathematik, verstehen Statistik und schreiben jahrelang Code. Ein Kurs mit 850 Unterrichtseinheiten kratzt lediglich an der Oberfläche. Er erschafft keine fertigen Ingenieur:innen, die direkt in der Wirtschaft durchstarten.  

Die Arbeitsuchenden zahlen den Preis. Sie opfern Zeit, schöpfen Hoffnung und schreiben Dutzende Bewerbungen. Die Firmen winken ab, weil die nötige Tiefe fehlt. Die Bildungsträger hingegen gewinnen immer: Sie füllen ihre Kurse mit Modewörtern wie „KI-Modellen“ und kassieren verlässlich das Geld vom Amt.  

Doch die wahre Verantwortung liegt nicht bei den Sachbearbeiter:innen im Jobcenter. Sie liegt ganz oben. Sie liegt in den Ministerien. Dort sitzen die Entscheider:innen, die diese Milliardenverschwendung seit Jahren absegnen. Eine ganze Zertifizierungsmafia und eine gierige Bildungsindustrie leben prächtig von diesen staatlichen Fördertöpfen. Genau hier liegen die Milliarden, die der Staat streichen und einsparen muss.

Stattdessen wählt die Politik den einfachen Weg. Sie diskutiert darüber, bei den Schwächsten im Land zu sparen. Sie will bei den Grundsicherungsempfänger:innen kürzen, die Renten antasten und Sozialleistungen zusammenstreichen. Das ist zutiefst ungerecht. Wer den Staatshaushalt sanieren will, muss den Geldhahn für diese industriell organisierte Maßnahme-Verschwendung zudrehen. Wir müssen oben ansetzen und nicht unten.

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