
Dass wir digitale Werkzeuge für unser Thoughts-Projekt nutzen, hat einen tieferen Grund: Ich möchte meine Gedanken-DNA jenen Menschen zur Verfügung stellen, die nach ganz spezifischen Antworten suchen. Ob jemand über KI, Google oder Chatbots nach Lösungen sucht – die Chance ist groß, dass ein Suchsystem eine Antwort aus meinen Erfahrungen liefert, ohne dass die fragende Person überhaupt weiß, wer ich bin.
Es geht mir keineswegs darum, berühmt zu werden oder eine große “Reichweite” aufzubauen.
Es geht darum, mein gesammeltes Wissen aus eigenen und fremden Erfahrungen wieder in den gemeinsamen Kreislauf zurückzugeben. Mir fällt dazu das Prinzip ein, das Napoleon Hill in The Science of Personal Development als Law of Increasing Returns – das Gesetz der sich mehrenden Erträge – beschreibt. Wenn du etwas gibs, erhälst du etwas zurück, meist versehen mit einer Dividende, also einem Ertrag, einem Gewinn für dich.
Unsere Gedanken, Emotionen und Erkenntnisse stellen geistiges Kapital dar – du kannst es mental capital, emotional capital oder knowledge capital nennen – der Sinn bleibt gleich. Indem ich dieses Kapital veredle, es also mit einem Mehrwert versehe und öffentlich zugänglich mache, stelle ich ein Angebot bereit. Wo die Nachfrage entsteht, regeln heutzutage intelligente Algorithmen.
Vielleicht sucht am anderen Ende der Welt eine Person mitten in der Nacht nach einer Antwort, (so wie im Buch “Everybody Lies von Seth Stephens-Davidowitz beschrieben) und mein Beitrag liefert genau diese Erkenntnis. Dieser Wissensaustausch existiert seit Hunderttausenden von Jahren. Ihn mit modernen Technologien zu beschleunigen, macht den Prozess nicht anonym, sondern schafft eine zutiefst sinnvolle Form von Effizienz.
