Wellbeing-Economy
Wandelkraft
Narratives
GemÖk

Thought #77: Das Ende des Neoliberalismus ist keine „Konjunkturflaute“

Veröffentlicht am
September 22, 2026

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt in einem aktuellen Artikel von einer „Konjunkturflaute“, der manche Gründer trotzen[cite: 15, 16]. Aber das Wort „Flaute“ greift viel zu kurz. Es suggeriert, dass hier nur ein Wirtschaftszyklus kurz stockt und es danach einfach so weitergeht wie bisher.  

In Wahrheit erleben wir den Anfang vom Ende des Neoliberalismus. Das Zeitalter des billigen Öls – dem Treibstoff der gesamten globalen Ausbeutungsmaschine – geht historisch zu Ende. Damit bricht auch das klassische, lohnabhängige Erwerbsmodell zusammen.  

Schon David Graeber hat das in seinem Buch Bullshit Jobs präzise beschrieben: Immer mehr Menschen spüren tief im Inneren, wie sinnlos ihre tägliche Arbeit ist. Sie haben schlicht keine Lust mehr, ihre Lebenszeit dafür zu opfern, die Zerstörung unserer Ökosysteme und den Raubbau an den natürlichen Ressourcen weiter anzutreiben.

‍