
Ich finde es mindestens grenzwertig, dass es immer noch Organisationen wie den Bund der Vertriebenen gibt. Wer bis heute nicht akzeptiert, dass der Versuch des Deutschen Reiches, Osteuropa zu unterjochen und mit Faschismus zu überziehen, gescheitert ist – und dass die neue Staatenordnung die direkte Folge davon war –, der schürt gefährliche Mythen.
Wenn wir wieder damit anfangen zu sagen: „Das ist meine Scholle, mein Stück Erde, da wurde ich vertrieben und da habe ich ein Anrecht drauf“, dann bekommen wir in Europa nie Frieden. In den letzten 300 Jahren wurden die Grenzen ständig verschoben. Wir müssen endlich kapieren: Der Planet gehört uns allen. Wir sind eine einzige biologische Spezies, und dieser gesamte Planet ist unsere Heimat, auf der wir uns frei bewegen dürfen.
