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Thought #50: Die Open-To-Work-Falle und das Ende der Festanstellung

Veröffentlicht am
September 18, 2026

Auf LinkedIn sehe ich seit Wochen überall diese grünen Rahmen: #OpenToWork.

Da schreiben Menschen, die zehn oder fünfzehn Jahre treu im Betrieb geschuftet haben. Dann kommt eine Umstrukturierung – und sie fliegen von heute auf morgen raus. Sie stehen vor den Trümmern und fragen sich: Wer bin ich eigentlich noch ohne meinen Job?

Genau das haben Mira und ich letztes Jahr erlebt. Wir haben damals Dozentinnen gesucht. Dabei haben wir unzählige top ausgebildete Akademikerinnen kennengelernt. Frauen mit super Abschlüssen, die einfach keinen festen Job mehr bekommen.

Das alte Versprechen ist kaputt. Fleiß bringt dir heute keine Sicherheit mehr.

David Graeber hat das in Bullshit Jobs auf den Punkt gebracht: Die Stellen, die es noch gibt, sind oft völlig sinnfrei. Die Menschen klammern sich nur daran fest, weil sie schlicht keine Alternative sehen. Sie haben Angst.

Und was raten die Beraterinnen auf LinkedIn? „Sei flexibel! Lerne KI! Pass dich an!“ Sie wälzen die Schuld wieder komplett auf die einzelne Person ab.

Das ist völlig falsch. Das System der Lohnarbeit bricht gerade zusammen. KI, Klimawandel und Ressourcenknappheit verändern die Regeln komplett. Wir müssen aufhören, uns im Hamsterrad noch schneller zu drehen. Wir müssen eigene, solidarische Netzwerke bauen. Genau das tun wir im UNO.TEAM: Wir schaffen Räume, in denen der Mensch zählt – und nicht der Stempel vom Chef.