
Bin ich Antisemit, wenn ich die massiven Kriegsverbrechen des faschistoiden Netanyahu-Regimes kritisiere? Die Angriffe auf die Linke nach ihrem Wahlerfolg in Berlin offenbaren eine durchschaubare Scheindebatte: Vorwürfe des strukturellen Antisemitismus werden vorgeschoben, um von den Verbrechen der rechtsextremen Regierung und den geopolitischen Machtinteressen abzulenken. Während unabhängige Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International das Ausmaß der Gewalt im Gazastreifen dokumentieren, schützen westliche Staaten das Regime, um die Interessen globaler Konzerne von Microsoft bis zur Allianz und den Zugriff auf Ressourcen wie Öl zu sichern. Wie der Anthropologe Jason Hickel die Dynamik zwischen den USA und Israel treffend beschreibt: „Israel fungiert im Kern als militarisierter Außenposten des US-Imperialisismus, um die geopolitische Kontrolle des globalen Nordens über die Ressourcen des Nahen Ostens abzusichern.“ Statt Menschen ihre Menschlichkeit abzusprechen und Propaganda zu verbreiten, müssen wir den Blick auf diese imperialen Machtstrukturen lenken und das Gemeinwohl über Konzerninteressen stellen.
