
Wenn Kommunalpolitiker oder rechte Bürgerinitiativen fordern, Stolpersteine zu entfernen oder an den Stadtrand zu verdrängen, betreiben sie Geschichtsrevisionismus. Zu behaupten, man wolle die Opfer davor schützen, dass Menschen auf ihnen „herumtrampeln“, ist reiner Zynismus. Die Stolpersteine zwingen uns im Alltag dazu, innezuhalten und uns der Verbrechen vor unserer eigenen Haustür zu erinnern. Wer diese Zeichen aus dem Stadtbild tilgt, will die Erinnerung unsichtbar machen und die Schuld der Täter relativieren.
