
Wenn verordnete Politik versucht, mahnende Spuren der Geschichte aus den Straßen und dem Blickfeld der Menschen zu tilgen, erfordert das eine verstärkte Reaktion der Zivilgesellschaft. Die historische Pflicht, dem Wiedererstarken faschistischer Tendenzen entgegenzutreten, endet nicht an Ratsbeschlüssen.
Wir müssen den Menschen vor Ort den Rücken stärken, die sich nicht mit der Verdrängung der Vergangenheit abfinden wollen. Echter Zusammenhalt entsteht im offenen Dialog von Mensch zu Mensch – auf Augenhöhe und ohne Berührungsängste. Indem wir Räume für Begegnung öffnen, schaffen wir Zuflucht und Gegenkraft. Wir lassen diejenigen, die in ihrer Heimatstadt für eine lebendige Erinnerungskultur kämpfen, nicht isoliert.
