
Der jüngste Beschluss des Stadtrates in Heidenau, das Verlegen neuer Stolpersteine im öffentlichen Raum zu stoppen, ist ein schmerzhafter Schlag gegen das alltägliche Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Meine Botschaft richtet sich nicht an die Lokalpolitik, sondern direkt an all die Menschen in Heidenau, die von dieser Entscheidung tief erschüttert, wütend oder traurig sind: Ich fühle mit euch.
Wir alle, die wir in Sachsen mit Büchern wie Das siebte Kreuz oder Nackt unter Wölfen und den prägenden Eindrücken aus der Gedenkstätte Buchenwald aufgewachsen sind, tragen die Verantwortung für das „Nie wieder“ in uns. Lasst uns jetzt nicht in der Ohnmacht verharren. Ich biete allen Bürgerinnen und Bürgern in Heidenau, denen es genauso geht, das persönliche Gespräch und meine Unterstützung an. Wenn ihr euch aussprechen oder vernetzen wollt, meldet euch jederzeit bei mir. Wir rücken zusammen, um Haltung zu zeigen.
