Wandelkraft
PayWhatYouCan

Thought #160: Echte Transformation muss bezahlbar sein

Veröffentlicht am
September 26, 2026

So wichtig die inhaltliche Arbeit von Initiativen wie Beyond Duality von Irene Ramblin und Kasper Benjamin Reimer Bjørkskov auch ist – sie leidet unter einem typischen Problem der akademischen Szene. Der Name ist für normale Menschen kaum auszusprechen oder einzutippen, die Sprache ist hochgradig abgehoben und die Inhalte werden überhaupt nicht in den Alltag von Bürgerinnen übersetzt.

Das größte Hindernis ist jedoch die Preisgestaltung: Für einen achtwöchigen Kurs werden 295 Euro als Einmalzahlung verlangt. Wer im Jobcenter feststeckt oder unter finanziellem Druck lebt, kann sich das schlichtweg nicht leisten. Doch genau das ist die Zielgruppe, die wir erreichen müssen, wenn wir über Ökologie, Gesellschaftswandel und das Verlernen von Zwängen sprechen. Es bringt nichts, schöne Konzepte für eine wohlhabende akademische Blase zu schreiben, während die Menschen, die am stärksten unter den Systemzwängen leiden, durch Preisbarrieren konsequent ausgeschlossen werden.

Die Lösung für solche Bildungsangebote liegt im Prinzip Pay What You Can. Diana Osterhage hat dieses Konzept mit der Initiative Wandelkraft in Deutschland erfolgreich vorgelebt. Wir müssen Sprachbarrieren abbauen, die anglofone Blase verlassen und Brücken bauen, um wertvolles Transformationswissen allen Nutzerinnen sozialgerecht und barrierefrei zugänglich zu machen.

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