
Von Anfang an versuchte ich, am Puls des Internets zu bleiben. 1998 sicherte ich mir meine erste eigene Domain: agree.de. Damals war der Zugang zu Webdomains extrem kompliziert und teuer, da man zwei unabhängige Server mit eigenen IP-Adressen vorhalten musste. Das konnte sich kaum eine Privatperson leisten. Ich nutzte ein bundesweites Förderprogramm über die DENIC, um an die Domain zu gelangen.
Ich war so stolz auf diesen digitalen Schritt, dass ich mir die Webadresse www.agree.de in riesigen Buchstaben auf mein Auto drucken ließ. Junge Entwicklerinnen aus meinem Bekanntenkreis hatten mir beim Aufbau der ersten Website geholfen. Die Reaktionen meiner Umwelt waren allerdings von tiefem Unverständnis geprägt. Die Leute sprachen mich auf der Straße an und fragten völlig verständnislos: „Was soll das sein? Wozu braucht man bitteschön eine Website?“
Das zeigt rückblickend sehr anschaulich, wie schwer sich Gesellschaften mit grundlegenden Paradigmenwechseln tun. Neue Technologien wirken auf die breite Masse zunächst abstrakt, unnütz oder wie reine Spielerei. Aus diesen frühen Gehversuchen der späten 90er-Jahre habe ich gelernt, dass man seiner Zeit oft Jahre voraus sein muss, wenn man neuartige digitale Räume gestalten will – eine Erfahrung, die heute das Fundament für UNO.TEAM bildet.
