
Seit 2011 nutze ich zu Hause fast ausschließlich Chromebooks. Der Grund war simpel: Mich hat dieser ständige Ärger bei Windows-PCs extrem angekotzt – ständige Updates, der Frust mit externen Treibern und vor allem dieser Zwang zu externen Virenscannern und Firewalls. Das war viel zu kompliziert und zeitraubend. Außerdem habe ich schnell gemerkt, dass Microsoft das Internet damals nicht so richtig mochte.
Google war zwanzig Jahre jünger und hat sofort erkannt, dass die Zukunft im Web und in der Cloud liegt. Für uns im Team waren die Shared Documents damals ein riesiger Fortschritt, weil wir schon früh online und remote gearbeitet haben. Während man bei Microsoft ein Word-Dokument hin und her schickte und bei mehreren Bearbeiterinnen im absoluten Versionschaos landete, konnten wir plötzlich gemeinsam an ein und demselben Dokument arbeiten.
Ein Chromebook ist browserbasiert – alles funktioniert im Prinzip im Chrome-Browser. Das macht die Sache einfacher, übersichtlicher und am Ende auch schneller. Egal auf welchen Computer ich zugreife: Ich logge mich ein und meine gesamte Arbeitsumgebung ist sofort da. Es geht also nicht nur um die Hardware, sondern um das Ökosystem, das Google mit dem Linux-basierten Betriebssystem aufgebaut hat. Mein erstes Chromebook war ein 14-Zoll-Gerät von Acer mit Touchscreen. Weil es das in Deutschland damals noch gar nicht gab, habe ich es mir in England in Norwich in einem Laden gekauft. Durch die englische Tastatur war das perfekt für mich, weil meine Kommunikation damals ohnehin zu 90 Prozent auf Englisch lief. Aus den Anfängen mit Gmail on Domain ist heute Google Workspace geworden – eine Entwicklung, die zeigt, wie konsequent die Werkzeuge für digitale Denkerinnen und Nutzerinnen zusammengeführt werden.
