
Jahrelang habe ich beobachtet, wie neoliberale Strukturen Menschen in die Vereinzelung und in die Prekarität drängen. Auf Plattformen der Gig-Economy wird Selbstständigkeit oft zur reinsten Ausbeutung degradiert. Wir brauchen dringend andere Antworten als immer noch mehr Konkurrenzkampf und Mangeldenken. Die Ansätze der Gemeinsamen Ökonomie (GemÖk) und Marktplätze wie Wandelkraft von Diana Osterhage zeigen, dass Wirtschaft anders gedacht werden kann. Wenn wir Geld als Gestaltungsmittel begreifen und starre Preisschilder durch Vertrauen und PayWhatYouCan ersetzen, stellen wir die Würde der Menschen wieder in den Mittelpunkt. Wer viel hat, trägt mehr; wer wenig hat, erhält trotzdem Zugang.
