
Im Zitat von Bahá’u’lláh über die „freundliche Zunge“ heißt es: „...sie kleidet die Worte in Bedeutung.“ Auf dem staatlich geförderten Weiterbildungsmarkt passiert derzeit das exakte Gegenteil: Worte werden jeder Bedeutung beraubt, um über Bildungsgutscheine Steuergelder abzugreifen.
Anbieter wie die Münchner OneCareer GmbH versprechen Arbeitsuchenden allen Ernstes, sie in nur vier Wochen zum „KI-Manager“ auszubilden. Der Lehrplan ist reines Buzzword-Bingo: von „Monolith zu Microservices“ über „RAG-Architekturen“ bis zu „Non-Deterministischem Projektmanagement“. Niemand wird in zwanzig Tagen zum KI-Architekten. Hier verdient eine Zertifizierungsindustrie prächtig daran, Menschen mit hohlen Phrasen für genau jene Automatisierung abzurichten, die ihre Jobs vernichtet – während die hochsubventionierte KI-Branche durch gigantischen Energiehunger und das Training mit eigenen KI-Texten bereits im eigenen Saft kocht.
Der positive Gedanke daran: Je dreister dieser Etikettenschwindel wird, desto schneller durchschauen ihn die Menschen. Wer den Staatshaushalt sanieren will, muss nicht unten in der Grundsicherung kürzen, sondern oben in den Ministerien diesen Maßnahme-Sumpf trockenlegen.
Was kritisiert der Text an 4-Wochen-Kursen zum „KI-Manager“?
A) Dass die Kurse zu wenig englische Fachbegriffe enthalten.
B) Dass Bildungsträger mit oberflächlichen Buzzword-Lehrplänen staatliche Fördergelder abschöpfen, ohne echte tiefe Fachkompetenz vermitteln zu können.
C) Dass die Kurse nur an Universitäten angeboten werden dürfen.
D) Dass Künstliche Intelligenz überhaupt keinen Strom verbraucht.
💡 Auflösung: Richtig ist B. Komplexe IT- und Management-Kompetenzen lassen sich nicht in vier Wochen erlernen; hier werden öffentliche Mittel verbrannt, statt Worte mit echter Bedeutung und Qualifikation zu füllen.
