
Ich habe eine extrem negative Erfahrung mit der Sprachplattform Lingoda gemacht. Das ist ein wirklich furchtbares Unternehmen, das seinen Dozentinnen mickrige 15 Euro brutto für 60 Minuten Leistung zahlt – bei unterirdischen Rahmenbedingungen. Dazu kommt: Lingoda nutzt Zoom, und Zoom hat derart hohe Hardwareanforderungen, dass es völlig inakzeptabel ist. Mein damaliges Chromebook, das sonst bei allen Videokonferenzen über Google Meet eine super Performance geliefert hat, ist da komplett ausgestiegen.
Ich war finanziell so unter Druck und gestresst, dass ich mir extra ein neues Chromebook mit 8 GB RAM kaufen musste, obwohl mein altes Gerät erst ein Jahr alt war. Und selbst das 8-GB-Gerät war bei Zoom noch an der absoluten Leistungsgrenze. Man muss also hunderte Euro für Hardware aufrüsten, nur um die Anforderungen einer Plattform für 15 Euro die Stunde zu befriedigen. Das ist absolut abartig. Hier findet ein technologischer Klassismus statt, der Menschen ganz bewusst ausgrenzt. Genau solchen Ausbeutungsmechanismen müssen wir mit der Gemeinwohlökonomie etwas entgegensetzen.
